Signalanalyse

Nachdem das Spektrum visualisiert ist, folgt die quantitative Analyse: SNR (Signal-to-Noise Ratio) gibt an, wie stark das Nutzsignal über dem Rauschboden liegt – ein zentraler Qualitätsindikator für jede Funkverbindung. Die Bandbreite (-3dB und -10dB) definiert, welchen Frequenzbereich ein Signal belegt – wichtig für Frequenzplanung und Filterauslegung. Jeder RFFE-Filter musste spezifische Bandbreiten- und Dämpfungsanforderungen erfüllen, und SNR-Messungen waren der Schlüssel zur Yield-Optimierung in der Produktion.

Die regelbasierte Modulationserkennung (AM/FM/CW) zeigt, welche Art von Signal vorliegt – basierend auf Einhüllkurven-Variation und Frequenzstabilität. Moderne SDR-Systeme benötigen solche Vorklassifikationen für adaptive Demodulation. Die Algorithmen hier sind Grundlagenversionen; in der Praxis kommen Machine-Learning-Modelle zum Einsatz (siehe Modul 3: KI-Anomalie-Detektor). Das Modul berechnet außerdem den Rauschboden automatisch als Median der unteren 70% der Leistungswerte – eine robuste Methode gegen Ausreißer.

Die Ergebnisse können als CSV exportiert werden (für Weiterverarbeitung in Excel/Matlab) oder als PDF-Report (für Dokumentation gegenüber Kunden/Behörden – relevant für Rohde & Schwarz-Zertifizierungsprozesse nach Common Criteria oder DO-178 in der Avionik).

SNR, Bandbreite & Modulationserkennung — aus Qualcomm/RFFE-Messtechnik-Erfahrung

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